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So wars geplant. Spiritual as spiritual can….

Ich entschied mich, an einem kalten Wintertag als Sohn eines Industriellen zu inkarnieren (so ähnlich wie mein Vorbild), die Zulassungen als künftiger Schönheitschirurg und für einen 6-er BMW schon in der Tasche. Ich wählte zudem einen trainierten Body und ein gewitztes Mundwerk und einen Dackelblick. Für die Nasenlänge Vorsprung bei den Frauen dieser Welt, so wär es zumindest gedacht gewesen.

Für den 6-er BMW wählte ich noch die Option Pannenfreiheit. Außerdem entschied ich mich kurz vor der Inkarnation noch für acht Wochen Urlaub im Jahr. Und dann immer: schönes Wetter und immer eine freie Liege am Strand, keine Gelsen weit und breit.

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…und so tut es es in Wirklichkeit aussehen. Karma is – wie wir alle wissen – a bitch.

 

Leider ist – jetzt kann ich es ja verraten – karmamäßig einiges schief gelaufen. Zum Beispiel muss ich ab und an den Pannendienst rufen. Und es kommt noch dicker: für einen Skoda!

Okay, es hätte noch schlimmer kommen können. Wer sich zum Beispiel dafür entscheidet, als Sohn alkoholkranker Postbeamter in Grönland zu inkarnieren, weiß davon ein Lied zu singen, vor allem rund um die Wintersonnenwende. Und in Syrien dürfte derzeit eine ganze Generation von Menschen leben, die es in Sachen Karma ordentlich verbockt hat. Von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer reden wir hier gar nicht.

Wer, bitte,  sucht sich so etwas aus?

Wenn man es so sieht, sollte ich nicht jammern und Sie – werter Leser – vermutlich auch nicht! Was das Karma angeht, da schmiedet – wie wir wissen – halt jeder das Glück seines Lebens auf dem spirituellen Amboss. Mehr oder weniger.