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Die Gurufalle

Der Schrecken der Schamanen. Das Grauen für den Guru. Die Knackwatschn fürs Karma.

Kategorie

Absurditäten

Welcometofraud! Freemans Freude am Betrug

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Die Webseite „Welcomtofreedom“ hat kein Impressum. Dass dahinter Joe Kreissl (aka Freeman Austria) und Tassilo Alge  (aka Freeman Tassilo) stehen, geht aus den Autorenzeilen der dort veröffentlichten News hervor. Sollte dem nicht so sein (wovon in keiner Weise auszugehen ist) widerrufe ich vorab die folgenden Zeilen, immerhin geht es um strafrechtlich relevante Sachverhalte.

Bereits vor ein paar Wochen feierte „Tassilo“ auf der Webseite „erste Erfolge“ mit den Schecks der „We Re Bank“ […]. Zunächst ein paar Worte zur „We Re Bank“. Die „We Re Bank“ ist ein Betrugskonstrukt des „Peter of  England“. Der smarte „Peter of England“ hat eine „Bank“ erschaffen, die in etwa so funktioniert: Deppen aller Länder senden 35 britische Pfund plus 10 Pfunds Monatsgebühr bar an die Adresse des „Peter of England“. Der wiederum sendet den Einzahlern „Schecks“ mit dem Namen LLT („Legal and Lawful Tender“) in der Höhe von rund 200.000 Euro zurück. Zwischenfrage: Diese „Schecks“ sind etwas wert?  Zwischengegenfrage: Besitze ich ein Haus in der Mariahilferstraße, weil ich beim DKT-Spiel mit meinem kleinen Sohn dort eines errichtet habe?

Der aufmerksame Leser wird erkennen: Die Sache mit der „We Re Bank“ hat einen entscheidenden Haken:  Wer sein Geld oder seine Schecks selber druckt, wird Kalamitäten bekommen.

Zurück zum Erfolg, den „Tassilo“ feiert: Angeblich hätte das Finanzamt Baden (siehe Faksmilie oben) den „Scheck“ akzeptiert. Das würde mir, der dummerweise – und etwas unsexy und dumm  – Steuern mit echtem Geld berappt, wiederum weniger gefallen. Darum meine Frage an das Finanzministerium und deren flotte Antwort: Die Causa ist bekannt, es handelt sich um einen Betrugsversuch, dem Steuerzahler ist kein Schaden entstanden.

Nennen wir die Dinge beim Namen: Freeman Tassilo legt auf der Webseite „Welcometofreedom“ die Vermutung nahe, dass die Spielzeugschecks der „We Re Bank“ tatsächlich etwas wert wären (im konkreten Fall: immerhin etwas um die 11.000 Euro) – obwohl der Versuch, die „Schecks“ einzulösen, gescheitert ist – und vermutlich als Versuch des Betrugs weitere Unannehmlichkeiten nach sich ziehen wird.

Gibt es Juristen unter den Lesern?

Neulich, bei der Bank! Mit echtem Spielgeld!

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Das gefällt mir am Freeman. Von seinen Guruopfern bei diversen Freeman-Talks kassiert er echte Euros, die – obwohl die, wie wir ja von ihm wissen, den Rotschilds und Co. gehören […].

Ab und an ersucht der smarte Ziegenbart auch seine Jünger um Geldspenden. Tja, das edle Werk der Aufklärung für eine geistig-sittliche Welt benötigt vorübergehend echte Knödel […].

Aber der Herr Freeman macht sich einen gepflegten Karl, wenn zwei seiner Opfer aus dem „großen Bankenbetrug“ ausbrechen wollen. Konkret: Frau „Wuki“, die Schlossbesitzerin von „Erlösterreich“ (wir kennen sie von der ORF-Reportage „Am Schauplatz […]) und ein Freund, der – sagen wir es vorsichtig – für sein Doppeldoktorat in Philosophie und Betriebswirtschaft noch eine paar Prüfungen offen haben dürfte.

Das Paar war bei einer Bank in Linz, um Schecks der „We ReBank“ einzulösen. Ein Blick auf die Webseite der „Bank“ sagt alles […]. In Kürze das Geschäftsmodell: Man überweist rund 100 Pfund an die „Bank“ und verpflichtet sich zu 10 Pfund Gebühren monatlich – und erhält dafür ganz toll viele „Schecks“, um sie bei den echten, bösen Banken der Gegenwart einzulösen und ist damit seine Geldprobleme los. Das klingt verlockend, ist aber dumm, würde die Maus in ihrer Sendung sagen.

Nachdem Herr Freeman nicht die Maus ist,  interviewt er die Helden unserer Geschichte […]. Das gibt toll viel Klicks auf seinem Youtube-Kanal, was unseren Guru Ziegenbart freut, und vermutlich eine Anzeige wegen versuchtem Betrugs an seine beiden Interviewpartner, was unseren Guru vermutlich weniger juckt.

Wir würden Herrn Freeman gerne fragen: Ob man seine Auftritte künftig auch mit „WeRe Bank“-Schecks entlohnen darf, und ob auch er die Eier hat, mit dem Spielgeld bei einer Bank vorstellig zu werden?

The „Great Abrahamic Pulse“: Einmal kurz die Luft anhalten für Syrien.

Um 10 Uhr Eastern-Time, hallte inne für 10 Minuten und sende dein Licht und Liebe an die Kinder, die  leiden, im Krieg in Syrien. Es wird die erstaunlichsten Reaktion auf diese Friedensbemühungen geben. Wirst du dich uns anschließen?

Ich geb es offen zu: Ich habe die gestrige, globale und garantiert erfolgreiche Friedensmahnwache von Millionen Menschen für den Frieden in Syrien versäumt.  In den sozialen Netzwerken war seit einiger Zeit die Werbetrommel für die globale Meditation des „Peace Troubadours“ James Twyman (hier seins Webseite […]) gerührt worden. Ein Blick in den Webshop des Herrn offenbart: Wohlfühl-Schmarrn vom Allerfeinsten. Das übliche Bimbam […].

Die Sache hörte sich recht wagemutig an: Paul Twyman wird in Sichtweite von IS und anderen Bösewichten in einem „syrischen Dorf“ ein Konzert für den Frieden geben.

Tatsächlich ist der „Friedenstroubadour“ mit dem Autobus von Tel Aviv auf die Golanhöhen gefahren, die wie wir wissen, in israelischer Hand sind. Das ist – wenn man die Sicherheitsrelevanz der Golanhöhen für den Staat Israel kennt, in etwa so gefährlich wie eine Fahrt mit dem Autobus auf den Kahlenberg.

Letztendlich konnte Herr Twyman mit rund 100 Mahnwichteln eine kleine, feine Zeremonie abziehen (siehe Foto […]). Die „geistigen Führer“ der Juden, Christen, Muslime und Drusen, die angeblich bei der Show anwesend waren, haben vermutlich eine Erklärung dafür, warum sie die Staffage für die bizarre Bücher-Verkaufsshow eines Sektengurus –  die Nahebeziehung zur Sekte „Die Welt in Wundern“ ist offensichtlich – abgeben. Aber das ist ihre Sache.

Das tolle Webjournal „Newslichter“ berichtet recht ergriffen von den Vorgängen am Golan während der Verkaufsfahrt:

„…während unzählige Menschen den „Impuls“ weitergaben. …berichtet James von einem magischen Regenbogen auf dem Weg zu dem Dorf in Sichtweite der IS…“ […].

Der Kalif von Baghdad war vermutlich auch beeindruckt vom Regenbogen.

Der amerikanischen Ehre halber sein angemerkt: Auch in der Heimat des Kaspers Twyman macht man sich über den Herrn lustig […].

 

Auf Schnäppchenjagd: Eine Botschaft von Christus um flache 60 Euronen

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Die mit dem toten Löwen spricht

cecil
Entwarnung aus dem Löwenhimmel gibt Karen Anderson. Cecil hat uns alle urlieb.

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