Um 10 Uhr Eastern-Time, hallte inne für 10 Minuten und sende dein Licht und Liebe an die Kinder, die  leiden, im Krieg in Syrien. Es wird die erstaunlichsten Reaktion auf diese Friedensbemühungen geben. Wirst du dich uns anschließen?

Ich geb es offen zu: Ich habe die gestrige, globale und garantiert erfolgreiche Friedensmahnwache von Millionen Menschen für den Frieden in Syrien versäumt.  In den sozialen Netzwerken war seit einiger Zeit die Werbetrommel für die globale Meditation des „Peace Troubadours“ James Twyman (hier seins Webseite […]) gerührt worden. Ein Blick in den Webshop des Herrn offenbart: Wohlfühl-Schmarrn vom Allerfeinsten. Das übliche Bimbam […].

Die Sache hörte sich recht wagemutig an: Paul Twyman wird in Sichtweite von IS und anderen Bösewichten in einem „syrischen Dorf“ ein Konzert für den Frieden geben.

Tatsächlich ist der „Friedenstroubadour“ mit dem Autobus von Tel Aviv auf die Golanhöhen gefahren, die wie wir wissen, in israelischer Hand sind. Das ist – wenn man die Sicherheitsrelevanz der Golanhöhen für den Staat Israel kennt, in etwa so gefährlich wie eine Fahrt mit dem Autobus auf den Kahlenberg.

Letztendlich konnte Herr Twyman mit rund 100 Mahnwichteln eine kleine, feine Zeremonie abziehen (siehe Foto […]). Die „geistigen Führer“ der Juden, Christen, Muslime und Drusen, die angeblich bei der Show anwesend waren, haben vermutlich eine Erklärung dafür, warum sie die Staffage für die bizarre Bücher-Verkaufsshow eines Sektengurus –  die Nahebeziehung zur Sekte „Die Welt in Wundern“ ist offensichtlich – abgeben. Aber das ist ihre Sache.

Das tolle Webjournal „Newslichter“ berichtet recht ergriffen von den Vorgängen am Golan während der Verkaufsfahrt:

„…während unzählige Menschen den „Impuls“ weitergaben. …berichtet James von einem magischen Regenbogen auf dem Weg zu dem Dorf in Sichtweite der IS…“ […].

Der Kalif von Baghdad war vermutlich auch beeindruckt vom Regenbogen.

Der amerikanischen Ehre halber sein angemerkt: Auch in der Heimat des Kaspers Twyman macht man sich über den Herrn lustig […].

 

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