guru ziegenbart
Schrecklich was geschah, aber nachdem wir nicht dabei waren, wer weiß…?Guru Ziegenbart gibt dem Verfassungsschutz die Ehre. (Quelle: Am Schauplatz, ORF)

Die Kasper feiert den großen Auftritt von Freeman und Co. in der ORF-Reportage „Am Schauplatz“ etwas verhalten. Das mag daran liegen, dass Nora Zoglauer vom ORF die Szene unaufgeregt zu Wort kommen ließ und als das entlarvte, was sie ist: eine unappetitliche Freakshow.

Höhepunkt der Reportage aus meiner Sicht (abgesehen vom toll verzierten Auto des Herrn Freeman): die kleine, historisch-philosophische Stunde zum Thema Holocaust. Die Dummheit und die Frechheit des Freeman zu diesem Thema haben dem Herrn zwar schon eine Anzeige eingebracht, aber ein Schäuferl nachlegen, das geht immer noch.

„Ich bin eher der Meinung, dass man den Holocaust beenden sollte. Der Holocaust ist nie zu Ende gegangen. Nach wie vor, alle Menschen, die sterben da draußen, sterben am Holocaust. Jetzt wäre die Frage: was heißt dann Holocaust?“ (Zur Sequenz: […])

Das sind mal neue Facetten der Geschichtsschreibung. Sie kollidieren ein klein wenig mit der Realität und vielleicht sogar mit den gültigen Gesetzen der Republik Österreich. Wir werfen einen Blick in den § 3h des Verfassungsgesetzes:

§ 3 h. Nach § 3g wird auch bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht. […]

Wir hoffen, dass wir die Berichterstattung über den Freeman-Wahnsinn nun bald beenden können und uns wieder unverfänglichen Themen des unendliche Esoterik-Universums widmen können: Einhörnern, Engel-Sprays und Lichtarbeitern.

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