fröhlich
Wolfgang Fröhlich (links) mit Friedrich Töben und Herbert Schaller auf der „Holocaust-Konferenz“ in Teheran im Jahr 2006. Nicht nur das iranische Regime hat ein offenes Ohr und Verständnis für die Geschichtsschreibung der heimischen Neonazi-Elite. Auch die Freeman legen ein gutes Wort ein. Quelle: Das Faksimile stammt aus der Neonazi-Bibliothek „Metapedia.“ Dort wird Fröhlich gefeiert.

Dem Freeman Austria aus Oberösterreich und dessen kruder politischen Agitation hatten wir vorgestern ein paar Zeilen gewidmet. […]

Auch auf den Beitrag „Gerichtsbeobachter gesucht“ auf der offensichtlich von „Freeman Austria“ betreuten Webseite „Welcome to Freedom“ hatte ich bereits aufmerksam gemacht. Bei der „Gerichtsbeobachtung“ geht es um Solidarität mit niemand geringerem als dem wegen NS-Wiederbetätigung mehrmals verurteilten Wolfgang Fröhlich. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands hat die Aktivitäten des Herrn recht anschaulich dokumentiert. […]. Eine kleine Geschmacksprobe gibt der Titel eines Buches aus der Feder Wolfgang Fröhlichs im Jahr 2001: „Der Gaskammerschwindel. Psychoterror gegen die Völker. Naturwissenschaftliche Fakten und politische Hintergründe des Jahrhundertbetruges“.

Der Eintrag mit dem Aufruf zu Solidarität mit Fröhlich stammt von Tassilo – und damit offensichtlich von einem Weggefährten des Freeman Austria: Freeman Tassilo aus Vorarlberg.

Ich formuliere es mal so: Zur Solidarität mit einem mehrfach verurteilten Holocaustleugner ruft man nicht aus Versehen auf. Aber fragen wir doch Freeman Tassilo selbst. Auf eine kritische Anfrage zur Person Wolfgang Fröhlichs im Kommentarbereich des Beitrags antwortet unser Freund Tassilo so:

„…ja das ist der Mann.
Was ich davon halte ist einfach, der Staat lügt und verheimlicht uns den wahren Ablauf, der Geschehnisse im Krieg. Ich habe eigene Informationen aus erster Hand, das einiges was ich lernte nicht stimmte. 

….

“Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht”

Was war das gerade vor einem halben Jahr für ein Prozess, wo ein Jude in den USA verklagt wurde, weil er nach Erhalt von Wiedergutmachungsgeldern, dann seinen angebliches Gefangenenanzug verkaufte und bei diesem festgestellt wurde, das diese Kleidung gar nicht dort getragen wurde. Also gelogen war. Wieviele von diesen Falschausssagen gibt es noch.

Und wo bleibt unsere Wiedergutmachung, nachdem in Österreich und Deutschland, bei Einfall der Alleierten, die Deutschen und Österreicher niedergemetzelt wurden. Wir sprechen hier von Millionen von Menschen, die durch die Franzosen, Engländer, Norweger usw. regelrecht abgeschlachtet wurden.

All diese Toten wurden auch einfach in Massengräbern verscharrt……. […]

Auf der Facebook-Seite Freeman Austria […] wird indes munter drauf los geplappert. Freeman Austria plädiert für einen netten Umgang mit dem ehemaligen FPö-Politiker und Buchautor und „Holocaust-Konferenz“-Teilnehmer.

„Für mich zählt, dass der Mensch als geistig-sittliches Wesen FREI ist und ausserhalb der Rechtsordnung. Wenn der Wolfgang Fröhlich erkennt, dass er ab sofort ein geistig-sittliches Wesen ist, ist er auf der Stelle freizulassen…“ 

Und was sagt der Herr Feeeman zum Thema Holocaust und dem Gaskammer-Buch des Herrn Fröhlich:

„Ich bin der Meinung, dass wir es beide nur gehört haben… das von den so genannten ‚Gaskammern‘

….

FAKT IST:Wir wissen es nicht! OK?! Und wenn jemand ein Buch schreibt, welches offenbar nur Fragen aufwirft, dann ist das auch nicht Wiederbetätigung. Genausowenig, wie das, was Du machst oder ich ‚Wiederbetätigung‘ ist…“

Ich sags mal so: Die Freeman-Szene begibt sich auf verdammt dünnes Eis. Wir werden von den Herren noch einiges lesen in den Medien. Ich fürchte nur: nicht im Kulturteil.

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