xeis
Ein schöner Granderwasser-Brunnen im Nationalparkzentrum Admont. (c) privat

Der Nationalpark Gesäuse in der schönen Steiermark hat seinen Namen – die ortsübliche Bezeichnung lautet “Xeis” – vom Zischen der Enns und dem Widerhall des tosenden Wassers in der engen Schlucht zwischen den mächtigen Kalkmauern der Ennstaler Alpen. Ein Blick in das wilde Wasser beim Gesäuse-Eingang beeindruckt.

Ein paar Kilometer aufwärts – im kleinen Städtchen Admont – sieht die Sache freilich ganz anders aus. An der Front des Nationalpark-Infozentrums lädt ein “Grander-Brunnen” zum Verkosten “belebten” Wassers ein. Auch wer beim Wirt anbei einkehrt, erhält  zum Verlängerten ungefragt “belebtes” Wasser aus dem Hause Grander. Grander ist “Partner” des Nationalparks […]. (Die “Gesäuseperle” ist das auch. Die verspricht aber nur Erfrischung.)

Das Wasserbelebungsunternehmen scheint das Ohr sehr nahe am Puls  der Bevölkerung zu haben und verzichtet auf die Zier falscher Bescheidenheit:

Selbst in einer naturbelassenen Gegend wie dem Gesäuse schwören die Bewohner auf belebtes Wasser.  […]

Wir wollen weder dem Eisverkäufer am Südpol Vertriebserfolge madig machen noch den Wasserbelebungs-Verkäufern die Wasserbelebung in und um das Gesäuse. Aber wir vermuten mal, das nicht ganz Admont, nicht alle Patres des Stiftes, nicht alle Bergführer und vor allem nicht das wissenschaftliche Personal des Nationalparks auf belebtes Wasser schwören. Jedenfalls: Ein klarer Fall für die Wasserberuhigung!

Eine Anfrage an die Forschungsabteilung des Nationalparks ist unterwegs. Dort wird unter anderem zur Qualität des Wassers geforscht, es scheint sehr ernsthaft und seriös. […] Die Anfrage lautet sinngemäß: Wie hält man es dort mit der…

…aus dem esoterischen Milieu stammenden, parawissenschaftlichen Unfug der Grander-Technologie”. […]

Das darf man seit einem Urteil aus dem Jahr 2006 übrigens sagen.

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